IFG – Institut für forensische Genetik Münster, Prof. Dr. Bernd Brinkmann

Für Familienzusammenführungen

Informationen zur Erstellung eines Gutachtens zur Klärung von Abstammungsverhältnissen im Rahmen von Einwanderungsfällen und Familienzusammenführungen

Das IFG erstellt Ihnen außergerichtlich Abstammungsgutachten. Hierbei wird das menschliche Erbgut (DNA) untersucht. Unsere Gutachten werden nach anerkannten Standards erstellt. Das IFG beachtet das Gendiagnostik-Gesetz und die Richtlinien der Gendiagnostik-Kommission.

Zwei Resultate sind möglich:

  1. Entweder Bestätigung des Verwandtschaftsverhältnisses (z. B. Mutterschaft, Vaterschaft, Kindschaft, Tantenschaft), also z. B. Feststellung, dass es sich um Ihr Kind handelt oder
  2. Ausschluss des Verwandtschaftsverhältnisses, z. B. Ausschluss der Vaterschaft zu dem Kind.

Es gibt verschiedene Typen dieser Abstammungsgutachten:

  1. Normalfall; bestehend aus Mutter, Kind(ern), Eventualvater
  2. Einfacher Defizienzfall; es stehen nur ein Elternteil und das Kind (oder: die Kinder) zur Verfügung
  3. Komplizierter Defizienzfall; beide Eltern fehlen und es kann daher nur die Verwandtschaft des Kindes mit der Großmutter (oder Tante/Onkel etc.) oder der Kinder untereinander überprüft werden

Erläuterungen

Die Untersuchung erfolgt an Mundschleimhautabrieben. In Deutschland erfolgen die Entnahmen in der Regel durch Ärzte der Gesundheitsämter oder durch uns, bei den im Ausland lebenden Personen durch Vertrauensärzte der Botschaften und Konsulate. Bei der Entnahme der Mundschleimhautabrieben müssen bestimmte identitätssichernde Maßnahmen eingehalten werden: Ausfüllung einer Niederschrift, ggf. Unterschriften, Fotos, Fingerabdrücke etc. Die für die Entnahme und Identitätssicherung geforderten Honorare sollten direkt an den entnehmenden Arzt entrichtet werden.

Die zur Entnahme erforderlichen Materialien (Abriebtupfer, Niederschrift über die Entnahme, Kuverts etc.) werden vom hiesigen Institut verschickt. Nach Eingang der letzten Proben benötigen wir für die Erstellung des Gutachtens ca. ein bis zwei Wochen. In sehr dringlichen Fällen geht dies schneller.

Im Normalfall werden 16 DNA-Systeme (sogenannte STR-Systeme) untersucht. Im Falle eines Nicht-Ausschlusses wird unter anderem die Wahrscheinlichkeit für das postulierte Verwandtschaftsverhältnis berechnet. Hierbei werden regelmäßig Werte von weit über 99,999996 % festgestellt.

Bei Auftragserteilung sind die Personalien der beteiligten Personen schriftlich mitzuteilen, gleichermaßen die zu überprüfenden Verwandtschaftsverhältnisse (auf dem Auftragsformular ist der zutreffende Fall anzukreuzen).

Es wird vom Auftraggeber ein Aktenzeichen des zuständigen Ausländeramtes und/oder der Deutschen Botschaft benötigt. Wir gehen davon aus, dass der Auftraggeber damit einverstanden ist, dass die zuständigen Behörden und Einrichtungen (z. B. Botschaft, Ausländeramt) Kopien des Gutachtens erhalten. Andernfalls wird um Widerspruch gebeten.

Der Auftraggeber muss vor Beginn der Untersuchungen die Kosten in Höhe des zu erwartenden Betrages zahlen. Die Kosten für diese Leistungen entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Preisinformationen. Die Gebühren sind bei Auftragserteilung zu entrichten.

Wir beraten Sie gerne über unsere Services und Kosten des Verfahrens.

Sie erreichen uns telefonisch wochentags in der Zeit von 9:00 bis 16:00 Uhr
oder per E-Mail info@ifg-ms.de.

Sekretariat Prof. Dr. med. Bernd Brinkmann:
Frau Komnick, Tel. 02534 53869-10